Beitrag zur Initiative im t3n Magazin

Entrepreneurship für Deutschland: Wie diese Initiative Gründer unterstützen will

Zehn Punkte, ein Ziel: Die Initiative „Entrepreneurship für Deutschland“ will die Position von Startups hierzulande verbessern. Wie das gehen soll, hat sie auf einer Podiumsdiskussion erklärt – am Beispiel des Silicon Valley.

Die Gründungskultur in der Bundesrepublik stärken: Das ist das Ziel der Initiative „Entrepreneurship für Deutschland“. Die vor einem Jahr gestartete Interessensgemeinschaft hat dafür ein Zehn-Punkte-Programm entwickelt, das Startups und Gründer fördern soll. Erste Erfolge kann die Initiative bereits vorweisen: So hat sie den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner sowie mehr als 50 Botschafter aus der Gründerszene für sich gewinnen können; der CDU-Bundesparteitag hat den Antrag zu besseren Startup-Rahmenbedingungen der Initiative aufgegriffen und beschlossen.

„Entrepreneurship für Deutschland“: Vom Beispiel USA lernen

Doch wie lassen sich noch mehr der zehn Punkte umsetzen? Darüber diskutierten Politik, Startup-Szene und Wissenschaft am 1. Juni im „Tour Total“ in Berlin. Ein akutes Problem: die Gründungsvoraussetzungen an Hochschulen. Ende Oktober läuft das Exist-Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums aus. Es gilt als eines der wichtigsten Instrumente, um die Gründungskultur an Hochschulen strukturell zu unterstützen. Allerdings gibt es bis heute noch keine geplante Anschlussfinanzierung der Bundesregierung. Die Initiative befürchtet, dass bei einem Wegfall der Förderung weniger wissenschaftliche Startups unterstützt werden.

 

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Reza Asghari fordert stärkere Förderung von Entrepreneurship an Hochschulen. (Quelle: KAS)

Reza Asghari, Mitinitiator von „Entrepreneurship für Deutschland“ , sieht darin eine akute Gefahr für den Gründerstandort Deutschland. Er wünscht sich eine stärkere Förderung der Universitäten hierzulande: „Wir sollten vom Beispiel USA lernen“, sagte der Professor der TU Braunschweig sowie der Ostfalia Hochschule in seinem Vortrag. Er hebt besonders die Rolle der Stanford University in San Francisco hervor: Hätte es die Hochschule und „ihren großen Beitrag zur Entwicklung des Startup-Ökosystems Silicon Valley“ nicht gegeben, wäre die Bay-Area heute nicht die wichtigste Anlaufstelle für Innovationen, argumentiert Asghari.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen der Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann, Movinga-Geschäftsführer Finn Hänsel sowie Alexander Bose über weitere Möglichkeiten, die Gründungslandschaft hierzulande zu fördern. „Wir haben immer noch ein Problem mit der Gründerkultur und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Gründern, Startups und dem digitalen Wandel in Deutschland“, sagt etwa Hänsel. Während junge Unternehmer in den USA versuchten, die Welt zu verbessern, werde dies in der Bundesrepublik noch zu wenig gelebt.

Die Initiative hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, eine Fortsetzung des Exist-Programms zu erzielen. Außerdem will es das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ausweiten und weitere Unterstützer aus Parteien sowie Startups gewinnen.

Anmerkung der Redaktion: Das t3n-Magazin betrachtet die Förderung der Gründungskultur in Deutschland als wichtiges Ziel und unterstützt deshalb die Initiative „Entrepreneurship für Deutschland“ als Medienpartner. Außerdem ist unser Geschäftsführer Andy Lenz selbst Botschafter.

Auch ihr könnt die Initiative mit einem Like unter www.entrepreneurship-deutschland.de unterstützen oder als Gründer selbst zum Botschafter werden.

Quelle: t3n, 07.06.2016 (http://t3n.de/news/entrepreneurship-fuer-deutschland-gruender-unterstuetzen-713320/)